Öko-Toilette in Schwedeneck erfüllt nicht die Versprechen des Herstellers

11.02.2024 

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Jüngst war wieder die „Öko-Toilette“ auf dem Stohler Parkplatz Mittelpunkt eines großaufgemachten Artikels in der KN. Den Befürwortern, allen voran aus den Reihen der CDU, müssten die Ohren geklingelt haben. Denn sie erfüllt nicht im geringsten die in sie gesetzten Versprechungen des Herstellers. Flüssiges und Festeres werden verdampft, so hieß es. Oder anders formuliert: Urin und Kot verschwinden ohne Kostenaufwand von alleine.

Wie blauäugig muss man eigentlich sein, um diesem Versprechen des Herstellers Glauben zu schenken? Die Wahrheit ist nämlich: Mehrmals im Monat muss der Unrat kostenaufwändig abgepumpt werden. Trotzdem verteidigt ein Altvorderer der CDU die Investition mit den Worten: „Ich bin sehr froh, dass wir dort eine Toilette haben“. Er hätte es nicht versäumen lassen dürfen, den Hersteller an sein Versprechen und damit verbunden an seine Gewährleistungspflicht zu erinnern. Nun ist sie verstrichen. Abgesehen davon: Ein Dixieklo wäre unter gleichen Realitäten die preiswertere Alternative gewesen.

Bereits in der Beratung zum Projektantrag haben wir, die UBS, auf die verlässlichere Variante am anderen Parkplatzende mit Wasserspülung hingewiesen und entsprechend abgestimmt. Trotz unserer Hinweise und Anfragen wurden wir jedoch ständig über die Höhe der Folgekosten belogen. Dieser leichtfertige Umgang mit Steuergeldern ist für uns unverständlich und inakzeptabel.

Die UBS hat in ihrem Infoblatt INSIDE unter der Überschrift „Doch nicht so ökologisch“ im Februar 2023 auf das sich anbahnende Dilemma hingewiesen. Es blieb ebenso unbeachtet wie unsere Hinweise auf sich abzeichnenden Öko-Unsinn im Ausschuss und in der Gemeindevertretung. Ganz im Gegenteil: Im Haushaltsplan des Eigenbetriebs Touristik unter CDU-Vorsitz war ursprünglich die Anschaffung einer weiteren „Ökotoilette“ in Jellenbek vorgesehen. Glücklicherweise wurde diese Entscheidung revidiert. Anstelle dessen wurde dort nun ein Toilettenhaus installiert, das als umfassendes Service-Paket inklusive Reinigung gemietet wird. Fazit: Dieses Experiment kostet den Steuerzahler nun 20.000 Euro an Anschaffungskosten, zuzüglich rund 300 Euro alle paar Wochen für das Abpumpen.